Open-Source-Software für Backup auf Windows

Der kluge Rat Nimm doch Open Source, wenn Du kein Geld für kommerzielle Software ausgeben magst will bei Backup-Programmen für Windows nicht so recht klappen.


Ich habe mir kürzlich einige Backup-Programme angeschaut, mit der man als Privatperson oder als Mitarbeiter eines KMUs die Daten auf seinem eigenen Windows-PC auf zuverlässige und einigermassen unkomplizierte Weise sichern kann, natürlich zusammen mit der Windows-Installation selbst, wie ich es hier im Blog als Bare-Metal Restore beschrieben habe.

Das sind also Programme wie Acronis True Image 2018, Paragon Backup & Recovery 16, Ashampoo Backup Pro 11, nebst der Windows-eigenen, standardmässig vorhandenen Funktion Sichern und wiederherstellen, die seit Windows 7 auch ganz ordentlich funktioniert.

Es gibt so viele Programme in dieser Kategorie, dass ich nicht alle ernsthaften Kandidaten testen konnte, aber das ist eigentlich nicht überraschend bei einer so wichtigen Sache wie Backup.

Als ich mir anschaute, ob es solche Backup-Programme auch als Open Source gibt, erlebte ich allerdings eine Überraschung: Es gelang mir trotz seriöser Suche nicht, Open-Source-Lösungen zu finden, welche genau diese Aufgabe abdecken, wie gesagt „zuverlässiges und einigermassen unkompliziertes Sichern eines Windows-PCs“, und deren Einsatz in einem kommerziellen Umfeld kostenlos ist.

Natürlich gibt es eine Menge Open-Source-Software zum Thema Backup, aber eben nicht mit allen genannten Eigenschaften.

Areca Backup ist zwar Open Source und kostenlos auch bei Einsatz in Firmen, muss aber offenbar bei „Bare-metal restore“ auf Windows passen, und die Unterstützung für den Windows-Mechanismus VSS für das zuverlässige Sichern von Files in Gebrauch zum Zeitpunkt des Backups, ist kostenpflichtig.

(Ich gönne es natürlich den Areca-Entwicklern, mit dem VSS-Plugin etwas Geld zu verdienen, aber damit fällt es als Gesamtlösung schlicht in eine andere Kategorie.)

Bareos ist offenbar kostenlos zu haben, wenn man sich seine eigenen „Binaries“ aus den Sourcen auf GitHub kompiliert. Das ist nah dran, aber wohl trotzdem ausser Reichweite normaler Windows-PC-Anwender. Die Eigenschaften des Programms habe ich nicht näher abgeklärt.

UrBackup sieht auch nicht schlecht aus; ich bin mir aber nicht sicher, ob eine zweiteilige Lösung mit einem Backup-Client und einem Backup-Server meine Anforderung einer unkomplizierten Lösung erfüllt, und ein Feature namens Change block tracking kostet Geld, auch wenn ich nicht abgeklärt habe, wie dringend man das wirklich braucht.

Es gibt eine recht gut bestückte Kategorie von kostenloser Open-Source-Software, mit der man ganze Harddisks und Harddisk-Partitionen sichern und wiederherstellen kann; Duplicati gehört z.B. in diese Kategorie.

Bei solchen Programmen muss ich bemängeln, dass man nur eine Gesamt-Wiederherstellung machen, aber nicht einzelne Ordner oder Dateien zurückholen kann, was je nach Situation vermutlich ziemlich lästig ist. Auch vermute ich, dass nicht alle solchen Programme einen inkrementellen Backup hinkriegen, wo man nur abspeichert, was seit dem letzten Backup geändert hat, was natürlich sehr viel schneller ist als immer alles zu sichern.

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